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Jetzt kann ich Oma besser verstehen! Wie fühlt es sich an, alt zu sein?

Angeleitet von den Beratern Altenpflegeausbildung Rheinland-Pfalz/ Saarland des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Frau Susanne Arenz und Herr Alexander Hack, schlüpften die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachkurses Sozialpädagogik Klassenstufe 9 eine Vormittag lang in die Haut eines älteren Menschen, um sein Erleben und Verhalten besser verstehen zu können. Obwohl die Gruppe bereits über Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen durch ihre regelmäßigen Besuche im Haus im Glantal verfügt, ging es dabei um neue Erfahrungen.
Perspektivenwechsel war angesagt, als es, ausgerüstet mit einem Alterssimulationsanzug mit Gewichtsweste, Kopfhörern, Handschuhen und Simulationsbrille durch eine Parcours, ins Treppenhaus oder auf den Schulhof ging. Erstaunt stellten die Jugendlichen fest, welche Einschränkungen altersbedingt auftreten: angefangen über die Eintrübung der Augenlinse, der Einengung des Gesichtfeldes, Einschränkungen der Kopfbeweglichkeit, Gelenksteifigkeit, Kraftverlust, Einschränkung des Greif-, Koordinations- und Hörvermögens...
Während des Vormittags erlebten die Schülerinnen und Schüler aber auch den Umgangmit simulierten Augenerkrankungen wie Grauer und Grüner Star mit Hilfe von Simulationsbrillen und die damit verbundenen Einschränkungen im Alltag, z.B. wenn es darum geht, Medikamente aus einer Dosierungshilfe zu entnehmen oder Kleingedrucktes zu lesen. "Pflegeerfahrungen" sammelten die Jugendlichen schließlich beim gegenseitigen Zähneputzen oder beim "Rasieren" von Luftballons.

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